Informationen zur Großen Kreuzgemeinde
Im Zentrum des Gemeindelebens stehen die sonntäglichen Gottesdienste und die Gottesdienste in der Woche. Der Feier des Heiligen Abendmahles geht in der Regel ein Beichtgottesdienst voraus. Darüber hinaus gehören Kindergottesdienste, Familien- und Jugendgottesdienste, Kinderhort, Purzeltreff, Teentreff, Bibelstunden, Gemeindeseminare, Gemeindetreff, Frauenstunden, Kirchenchöre, Posaunenchor und Seniorenkreis zu den Aktivitäten unserer Kirchengemeinde.
Mit den Einnahmen aus Kollekten und Spenden wird, neben vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde, auch das Evangelisch-Lutherische Missionswerk in Niedersachsen (Hermannsburger Mission) unterstützt, dessen Geschichte mit der Geschichte unserer Gemeinde unlösbar verbunden ist.
Wir bauen für die Zukunft unserer Gemeinde
In den Jahren 2010 bis 2012 sollen einige Baumaßnahmen erfolgen. Am Turm müssen einige Fugen und Steine erneuert werden. Auf der Parkplatzseite werden die Fundamente saniert, im Bereich Altarraum-Sakristei Feuchtigkeitsschäden beseitigt.
Das größte Vorhaben ist die Sanierung des Gemeindesaales und die Erneuerung des Zugangsbereiches. Die Abbildungen oben zeigen den beschlossenen Umfang und die Ansichten
Geschichte der Großen Kreuzgemeinde
Die Geschichte der Großen Kreuzkirche geht in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Der begnadete Erweckungsprediger Ludwig Harms (1808- 1865) rüttelte die Menschen in der Lüneburger Heide auf.
Machtvoll verkündete er Gottes Wort in der Hermannsburger St. Peter und Paul-Kirche in einer Zeit, die von Gott und dem christlichen Glauben rein gar nichts mehr wissen wollte. Eine lebendige Gemeinde scharte sich um ihn.
Bald schon gründete Ludwig Harms mit einigen treuen Christen die Hermannsburger Mission. Die Botschaft von Jesus Christus, die die Hermannsburger für sich wieder neu entdeckt hatten, sollte nun in die Welt hinaus verkündet werden. Es entstand das bis heute größte deutsche Missionswerk. Nach Ludwig Harms Tod wählte die Gemeinde dessen Bruder Theodor Harms zu seinem Nachfolger, der auch seine Nachfolge im Amt des Missionsdirektors antrat.
Inzwischen hatten sich die politischen Verhältnisse im „Hannoverland" zugespitzt. Das Königshaus wurde 1866 entmachtet, das Land preußisch regiert. Land und Leute, auch die Kirche, sollten nun dem Willen des neuen Herrschers aus Berlin strikt untertan sein. Bis hinein in Fragen des kirchlichen Unterrichts, ja sogar noch in die Gottesdienstordnung, griffen seine Befehle. Die erweckten und bibelkundigen Christen in Hermannsburg sahen das größtenteils nicht ein. Ihr Pastor Theodor Harms erhob Einspruch und erhielt daraufhin kurzerhand von den Staatskirchenbehörden seine Entlassung aus dem ev.-luth. Pfarramt an St. Peter-Paul zugeschickt. Die Gemeinde war empört.
Daraufhin versammelten sich am 13. Februar 1878 die meisten Hausväter des Kirchspiels Hermannsburg und beschlossen, sich von dieser Staatskirche zu trennen. Ihr Pastor sollte ihnen trotzdem weiter mit der Verkündigung des Wortes Gottes auf der Grundlage der Bekenntnisschriften der Evangelisch- Lutherischen Kirche und der Verwaltung der von Christus gestifteten Sakramente (hl. Taufe und hl. Abendmahl) dienen. Und so bauten sie sich unter großen Opfern 1878/1879 eine eigene Kirche, eben die Große Kreuzkirche, deren 52 Meter hohen Turm nicht zu übersehen ist.
Heute gehört die Große Kreuzkirche zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), die sich 1972 aus verschiedenen selbständigen lutherischen Kirchen zusammengeschlossen hat.
Einige Daten:
13.02.1878 Gründung der Großen Kreuzgemeinde
08.06.1878 Grundsteinlegung des Kirchengebäudes
29.05.1879 Weihe der Großen Kreuzkirche
1928 Umbau des Kirchturmes













